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Zweiköpfige Schlange sucht einen Namen

Zoologische Seltenheit. Kuriose Naturlaune: Königspython mit zwei Köpfen.
Der Königspython aus Deutschland ist eine wissenschaftliche Sensation: Er hat zwei Köpfe. Die seltene Anatomie kann der Schlange gefährlich werden, besonders beim Fressen. Jetzt wird ein Name für das Tier gesucht. Ein Video zeigt das erstaunliche Wesen.

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Mehrköpfige Schlangen kennen die meisten nur aus der griechischen Mythologie. Etwa die neunköpfige Hydra, die der Legende nach Viehherden riss und Felder verwüstete. Jedesmal, wenn sie einen ihrer acht Köpfe verlor, wuchsen zwei nach – nur einer war verwundbar.

In Deutschland gab es nun zwei ähnliche Geschöpfe zu bewundern: Eine zweiköpfige Kalifornische Königsnatter aus den USA mit dem Namen Tom und Jerry war jetzt auf einer zoologischen Ausstellung in München zu sehen. Und in Weigheim lebt ein doppelköpfiger Königspython – für den jetzt ein Name gesucht wird.

Tom und Jerry sind zusammen etwa ein Meter lang und mehr als zwölf Jahre alt. Die Schlange gehört zur Sammlung der größten mobilen Reptilienausstellung Vivarium aus der Schweiz und war jetzt in München zu Besuch. Tom und Jerry wurden 1998 auf einer Zuchtfarm geboren und sollten eigentlich Zwillinge aus einer befruchteten Eizelle werden. Als sie sich im Mutterleib entwickelten, fand die embryonale Teilung jedoch nur teilweise statt.

Statt einem Natter-Zwillingspärchen schlüpfte deshalb eine zweiköpfige Schlange, die die Ausstellungsmitarbeiter und Besucher immer wieder fasziniert – besonders, wenn sie fressen. Denn dass Tiere mit solchen Mutationen so alt werden und überlebensfähig sind, kommt äußerst selten vor.

Die Ursachen für solche Gendefekte bei Tieren sind ungeklärt. Von einer Laune der Natur kann die Rede sein, die keinen Nutzen für die Tiere hat, sondern ihr Leben sogar gefährdet, besonders beim Fressen.

In Deutschland gibt es eine weitere solche Schlange – sie hat noch keinen Namen. Der einjährige etwa 300 Gramm schwere männliche Königspython lebt in Weigheim bei dem Reptilienexperten Stefan Broghammer. Er hat ebenfalls zwei Köpfe, bis zum Rumpf verlaufen zwei Wirbelsäulen. Im huckeligen Rumpf verschmelzen die Körper zu einem. Die Köpfe sind beide aktiv, insgesamt habe das Tier laut Besitzer keine körperlichen Defekte. Der Python fresse und verdaue ohne Probleme, sagt Broghammer.

Dabei ist ein Kopf fressaktiver. Wenn beide fressen würden, wäre das lebensgefährlich, da die Nahrung in der Speiseröhre stecken bleiben könnte und die Tiere ersticken würden. Der Python sucht noch einen Namen, der bei Twitter, Facebook oder Youtube vorgeschlagen werden kann.

Auf der Welt gebe es laut Schätzungen von Broghammer fünf solche Schlangen: Drei in den USA, ein Tier lebt in einem Zoo Sri Lankas – und sein zweiköpfiger Python.

via: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/

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