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UPS baut das Spritspar-Auto der Zukunft

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Der Kurierdienst UPS baut das Spritspar-Auto der Zukunft. In den kommenden Monaten wird auf amerikanischen Straßen eine völlig neue Art von Hybridauto getestet. Auffallen wird der Prototyp kaum, denn er steckt in einem kaffeebraunen Lieferwagen des Kurierdienstes UPS:


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Der Logistikkonzern hat eine komplett neue Antriebstechnik entwickeln lassen, einen so genannten hydraulischen Hybridwagen. Ein solches Fahrzeug stößt ein Drittel weniger CO2 aus.

Zur Technik: Kernstück des Fahrzeugs ist ein herkömmlicher Dieselmotor. Doch der treibt den Wagen nicht direkt über ein Getriebe an, sondern ist mit einer Hydraulikpumpe gekoppelt, die eine Flüssigkeit komprimiert.

Diese Flüssigkeit wird an die Hinterachse geleitet, wo sie einen Motor antreibt, der wiederum die Räder in Bewegung setzt. Hauptvorteil der Methode: Wenn das Auto bremst, wird die kinetische Energie in Druck umgewandelt – und kann später wieder zum Beschleunigen genutzt werden.

Derzeit kostet ein Lieferwagen mit der neuen Technik 7.000 Dollar mehr als ein herkömmliches Modell (Preis: 40.000 Dollar). UPS rechnet über den Lebenszyklus eines Wagens mit Treibstoffeinsparungen im Wert von 50.000 Dollar.

Eine interessante Technik. Sie ist technisch einfach (kein Getriebe) und anders als bei einem elektrischen Hybridauto gibt es keine Batterie, die giftige Chemikalien enthält. Doch die Technik hat Grenzen: Die nötigen Hydrauliktanks lassen sich in kleinen Fahrzeugen nur schwer unterbringen, und die Geräusche beim Druckablassen könnten als störend empfunden werden. Außerdem gilt wie bei allen Technologien, die Bremsenergie zurückgewinnen: Solche Fahrzeuge sind nur im Stadtverkehr mit häufigen Stopps wirtschaftlich.

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