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Mit Sonnenenergie um die Welt

Als erste vollständig mit Sonnenenergie betriebene Yacht soll die „Planetsolar“ 2011 die Welt umrunden. Doch bevor es soweit ist, läuft der 30 Meter lange Katamaran Ende Februar erst einmal aus der Kieler Bootswerft Knierim zu ersten Tests und einer Werbetour aus.


Im Frühjahr 2011 soll es endlich soweit sein: Dann soll die „Planetsolar“ mit drei Besatzungsmitgliedern entlang der Äquatorialroute von Ost nach West die Welt umrunden. Bei einer geplanten durchschnittlichen Geschwindigkeit von acht Knoten (15 Kilometern in der Stunde) ist die große Rundfahrt auf 140 Tage angesetzt.

Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von acht Knoten (15 Kilometern in der Stunde) soll die „Planetsolar“ ab März 2010 zu ersten Tests in See stechen.

Anders als bei bisherigen Sonnenenergie-Projekten kann der Katamaran wohl auch längere Wolkenphasen überbrücken. Mit einer Gesamtfläche von 470 Quadratmetern photovoltaischen Modulen speichert die Yacht bei schönem Wetter überschüssige Energie in Batterien. So soll das Boot ohne Sonnenstrahlen noch 1.000 Kilometer weiterschippern können.

Trotzdem will Skipper Raphael Domjan auf Nummer sicher gehen. „Wir müssen unsere Route und unsere Geschwindigkeit mit Hilfe der vorhandenen Sonneneinstrahlung ständig optimieren und die meteorologischen Gegebenheiten optimal nutzen“, ließ der Schweizer in einer offiziellen Veröffentlichung wissen.

Seit 2004 verfolgt Domjan seinen Traum von einer Solar-Yacht. Mit dem Einstieg eines ersten Hauptsponsors startete 2008 der Bau des Bootes. Am Anfang war der beauftragten Werft nicht klar, welche Form das Schiff haben sollte. „Wir wussten nicht mal, ob es ein Einrumpfboot werden würde, ein Katamaran oder ein Trimaran“, zitiert die „Zeit“ Werftchef Steffen Müller von der Kieler Bootswerft Knierim.

Müller entschied sich schließlich für die Katamaran-Form und das so genannte „Wave-Piercing“, bei dem auch bei schwerem Wetter eine fast ruhige Fahrt möglich sein soll. Der Hauptrumpf schwebt der „Zeit“ zufolge bei normalem Seegang einen Meter über dem Wasser.

Um das Schiff leichter zu machen und den Energieverbrauch zu minimieren, habe die Werft auf die Karbon-Sandwich-Bauweise zurückgegriffen. Außen stabilisierten dabei in Kunststoff eingelassene Kohlenstofffasern die Form, während für das Innere der Bauteile Polyurethanschaum verwendet wurde. Der Betreiber kann so mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 20 Kilowattstunden pro Stunde rechnen.

Wenn der Betreiber die Solar-Yacht Ende Februar das erste Mal zu Wasser lässt, folgt die erste Testphase. Dann muss das Technikwunder unter Beweis stellen, ob es die vielen Versprechungen wirklich einhalten kann.

visit: www.planetsolar.org

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