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Mit Jules Verne ins All

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Der Prototyp des multifunktionalen Weltraumfrachters ATV „Jules Verne“ ist startbereit. Er ist der erste von bislang fünf geplanten automatischen ATV-Raumtransportern – Automated Transfer Vehicle – und ist Europas größtes, komplexestes und zugleich innovativstes Raumfahrzeug.

Das ATV ist einer der wesentlichen europäischen Beiträge zur Internationalen Raumstation ISS. Es dient der Versorgung der ISS und übernimmt auch die notwendigen Höhenkorrekturen der Station.

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Etliche Debüts sind mit diesem nach Jules Verne, dem visionären Science-Fiction-Autor des 19. Jahrhunderts, benannten Raumtransponder verbunden: Flug, Annäherung und Kopplung erfolgen völlig autonom. Sogar der Start ist eine Premiere: Noch nie zuvor hat die Ariane 5 eine solch schwere Nutzlast ins All befördert – knapp 20 Tonnen sind zu stemmen. Am 9. März soll der Transportgigant mit einer eigens für ATV entwickelten Trägerversion vom europäischen Weltraumflughafen in Französisch-Guyana gestartet werden.

Im Ergebnis mehrjähriger Tests ist eine hoch entwickelte Hard- und Software verwirklicht worden, die einen völlig autonomen Flug des ATV ermöglicht – so, als würde eine Crew an Bord die Steuerung selbst übernehmen. Dabei ist das ATV nur auf dem Transportweg ein frei fliegendes Raumschiff. Die meiste Zeit – bis zu sechs Monate – ist es ein fester Bestandteil der Internationalen Raumstation und muss daher zugleich alle Anforderungen der bemannten Raumfahrt erfüllen.

Animationsfilm der Jules Verne Mission

„Jules Verne“ stellt das weltweit leistungsfähigste Transport-Raumschiff dar. Technologisch übertrifft es an Komplexität auch das Columbus-Labor der ESA, das vom Space Shuttle im Februar zur Raumstation geliefert und dauerhaft fest mit ihr verbunden wurde.

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