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Japaner schicken Kirschbaum-Samen ins All

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Japans Liebe zu seinen Kirschbäumen kennt keine Grenzen: Die japanische Weltraumagentur Jaxa will nun den Samen heimischer Kirschen für Experimente ins Weltall schicken.


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Die Kirschsamen sollen im japanischen Labor Kibo, das derzeit an der Internationalen Raumstation ISS entsteht, wissenschaftlich untersucht werden. „Aber wir wollen auch, dass die Samen stellvertretend für uns in den Weltraum reisen, weil ja nur wenige normale Leute dorthin gelangen können“, sagte Yuko Otake, Sprecherin des privaten Unternehmenskonsortiums, das die Reise der Samen ins All organisiert.

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Kirschblüten in Japan: „Wir wollen, dass die Samen stellvertretend für uns in den Weltraum reisen“

In dem Weltraumlabor soll ab Oktober ein halbes Jahr lang an den Kirsch- sowie an Lilien- und Veilchensamen erforscht werden, wie sich die sogenannte Mikroschwerkraft auf sie auswirkt. Auf der gesamten ISS herrscht nämlich keine perfekte Schwerelosigkeit, sondern nur in ihrem Schwerpunkt.

Für das Forschungsprojekt werden den Organisatoren zufolge die Samen von zehn Kirschbäumen verwendet. Dazu zählt ein Baum in der nördlichen Kleinstadt Miharu, der als Takizakura („Kirschblütenkaskade“) bekannt ist und während seiner dreiwöchigen Blütezeit 300.000 Schaulustige anlockt. Grundschüler von Miharu sollen rund 200 Samen des prächtigen Baumes sammeln.

Nach seiner Rückkehr aus dem All soll das Saatgut der Forschung zur Verfügung gestellt sowie in Miharu gesät werden. Doch Miharu verspricht sich noch mehr: „Wenn die Samen mit einem Zertifikat über ihre Reise in den Weltraum zurückkommen, wollen wir mit ihnen den Tourismus und zugleich das Interesse von Kindern an der Wissenschaft fördern“, sagt Sadafumi Hirata von der Stadtverwaltung.

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