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Internet wird Alltag

Der Handel verkauft mehr Waren übers Internet als je zuvor – der Einkauf im Internet wird in Deutschland zum Alltag. Fast 32 Millionen Verbraucher werden 2008 Waren und Dienstleitungen per Mausklick kaufen, meldet der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) – so viele wie nie zuvor.


Laut der aktuellen Studie „Distanzhandel in Deutschland“ von TNS Infratest und dem Allensbach Institut geben die Bundesbürger dabei rund 19,3 Mrd. Euro aus. Damit steigen die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent.

13,4 Mrd. Euro entfallen dabei auf Waren wie Kleidung, Schuhe, Unterhaltungselektronik oder Bücher. Die übrigen 5,9 Mrd. Euro sind für digitale Dienstleistungen, also etwa Handy-Klingeltöne, Videodateien oder Tickets für Flugreisen, Sportveranstaltungen und Hotelübernachtungen. Die Käufer kommen dabei aus allen Altersgruppen. Sogar bei den über 60-Jährigen, den sogenannten „Silver Surfern“, nutzt inzwischen fast jeder Fünfte den Computer, wenn er im Versandhandel kauft. Insgesamt geht mittlerweile mehr als die Hälfte aller Bestellungen der Branche über das Internet ein. Die drei am häufigsten aufgesuchten Online-Shops waren die von Ebay, Amazon und Tchibo.

Und die Entwicklung ist angesichts der zunehmenden Verbreitung von schnellen DSL-Verbindungen und Flatrates noch nicht am Ende. „E-Commerce hat sein Potenzial noch lange nicht ausgereizt“, glaubt Thomas Lipke. Der Anteil des Online-Handels am Gesamtumsatz der Versender könne in den kommenden Jahren auf bis zu 80 Prozent steigen, prognostiziert der Onlineexperte des bvh. Der klassische Katalog sei deswegen aber nicht tot. „Online und Offline schließen sich nicht aus“, sagt Lipke und verweist auf die Studie. Danach informieren sich 73 Prozent der Online-Käufer zuvor im Katalog des jeweiligen Anbieters.

Den meisten Online-Umsatz erwirtschaften dementsprechend die Versender mit gemeinsamem Katalog- und Internetangebot. Diese sogenannten Multi-Channel-Anbieter legen in diesem Jahr laut Studie gut 22 Prozent zu. 81 Prozent der bvh-Mitglieder wollen daher in den kommenden Jahren weiter kräftig in den Ausbau und die Verbesserung ihrer E-Commerce-Plattformen investieren.

Quelle: Welt Online

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