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Internet kommt vom Ballon

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Wer hätte das gedacht: Manche Gebiete im High-Tech Staat USA sind so dünn besiedelt, dass es bis heute kein funktionierendes Internet oder Mobile-Net gab. Doch jetzt kommt Hilfe aus der Luft.


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Gerald Knoblach sorgt dafür, dass Ölbohrfirmen, Farmer und Lkw-Fahrer in der amerikanischen Provinz Handy-Empfang haben – mit Ballons. Seine Firma Space Data startet jeden Tag zehn Ballons, die als fliegende Funktürme dienen. An den umgebauten Wetterballons hängt ein Sender von der Größe eines Schuhkartons; er steigt bis auf 30 km Höhe und versorgt von hier aus ein Gebiet mit Mobilfunkempfang. Um die Abdeckung der fliegenden Basisstationen zu erreichen, wären 40 herkömmliche Funkmasten nötig.

Nach 24 Stunden platzen die Ballons, und die Sender kehren an einem Fallschirm zur Erde zurück. Mit dem Start neuer Funkballons werden vor allem Milchbauern beauftragt, da sie als besonders zuverlässig gelten; die Landwirte erhalten 50 Dollar pro Ballonstart.

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Space Data deckt mit seinem System derzeit dünn besiedelte Staaten wie Texas, New Mexico und Oklahoma ab.

Hauptkunden sind Speditionen, die ihre Fahrzeuge über drahtlose Funksignale verfolgen. Hintergrund: Ein Drittel aller Amerikaner, die in der Provinz leben, hat noch keinen Internetzugang.

Der Internetkonzern Google plant, sich an Space Data zu beteiligen

www.spacedata.net

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