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Gesund und schmeckt

Ein Stück Sahnetorte mit nur 20 Kalorien, eine Currywurst, die gesund für den Cholesterinspiegel ist, Diät-Cola ohne bitteren Nachgeschmack – das wird es in einigen Jahren in jedem Supermarkt geben. Die Zeiten, in denen süße und salzige Speisen Fettleibigkeit, Herzprobleme oder Diabetes verursachen, könnten zu Ende gehen.


Grund: Wissenschaftler haben so genannte Modulatoren entwickelt, die dem Geschmackssinn vortäuschen, dass ein Lebensmittel viel süßer, salziger oder herzhafter schmeckt, als es tatsächlich ist.

Durch die Zusatzstoffe lässt sich der wahrgenommene Geschmack gezielt verstärken; Zucker und Salz brauchen dann nur noch in geringen Mengen eingesetzt zu werden.

Anders als herkömmliche Geschmacksverstärker wie Glutamat wirken Modulatoren sehr gezielt und schon in kleiner Dosierung: Süße, Säure oder Bitterkeit können betont oder unterdrückt werden.

Führend bei der Entwicklung dieser Modulatoren, auch Geschmacks-Lupen genannt, ist die amerikanische Firma Senomyx. Coca-Cola und Cadbury wollen die Stoffe ab 2009 verwenden; Nestlé testet sie bereits in Tütensuppen.

Dem Menschen ganz den Hunger auf Süßes aberziehen wollen amerikanische und japanische Forscher. Sie haben herausgefunden, dass ein spezielles Hormon das Verlangen nach Süßigkeiten steuert. Im Tierversuch konnten sie seine Wirkung schon nachweisen: Wurde die Produktion des Stoffs namens GLP-1 im Körper gehemmt, tranken die Versuchsmäuse eine Zuckerlösung weniger gerne als Wasser.

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