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Facebook überholt Google

Laut einem Bericht der „Financial Times“, die sich dabei auf Daten des Marktforschungsunternehmens Hitwise bezieht, hat Facebook.com im vergangenen Monat in den Vereinigten Staaten erstmals mehr Besuche (Visits) verzeichnet als das Kernangebot von Google: die Startseite der Suchmaschine.

Die anderen Google-Angebote wie YouTube, Google Mail und Google Docs sind freilich ausgenommen, ebenso die Suchanfragen, die über die Suchfelder von Browsern getätigt werden.

Trotz dieser gewichtigen Einschränkung seien die Wachstumszahlen von Facebook beeindruckend, so das Blatt in seiner Mittwoch-Ausgabe. Im Laufe des letzten Jahres sei Facebook von einem Marktanteil von zwei Prozent bei den US-Visits auf 7,07 Prozent gewachsen, im Jahresvergleich der zweiten März-Wochen 2009 und 2010 habe Facebook bei den Visits um 185 Prozent wachsen können, Google im selben Zeitraum nur um neun Prozent, so Hitwise.

Google.com allein verzeichnete vergangene Woche bei Hitwise einen Marktanteil von 7,03 Prozent, alle Google-Sites zusammen schafften 11,03 Prozent, alle Yahoo-Sites kamen zusammen auf 10,98 Prozent. Facebook hat derzeit laut eigenen Angaben rund 400 Millionen Nutzer weltweit.

Auch die Umsätze des Marktführers bei den Sozialen Netzwerken würden zulegen, so die „Financial Times“, sie wurden für 2009 auf eine Summe zwischen einer und 1,5 Milliarden US-Dollar geschätzt. Google schaffte 2009 einen Jahresumsatz von insgesamt 23,7 Milliarden US-Dollar – zum größten Teil mit Werbung. Google hatte bei Hitwise im September 2007 bereits MySpace als meistbesuchte US-Website abgelöst und damit schon einen Social-Network-Hype überstanden.

Bei der Verweildauer hat Facebook gegenüber dem Werkzeug Google allerdings die Nase vorn. Laut Hitwise verbringen die US-Nutzer im Schnitt 6,5 Stunden im Monat im Sozialen Netzwerk, während sie auf Google-Sites nur zweieinhalb Stunden blieben. Im Schnitt hätten die US-User im Dezember 2009 rund 5,5 Stunden auf Sozialen Websites wie Facebook und Twitter verbracht, so Hitwise, das bedeute einen Anstieg von 82 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Twitter meldete zuletzt für Februar ein starkes Wachstum des Aufkommens an Kurznachrichten, die über den Dienst publiziert werden. Man habe in dieser Hinsicht über das Jahr 2009 ein Wachstum von 1.400 Prozent generieren können. Derzeit werden auf Twitter rund 600 Nachrichten pro Sekunde veröffentlicht. Darunter sind aber auch viele automatisierte Nachrichten-Bots, die Beiträge mit bestimmten Stichwörtern aufgreifen und wiederholen.

Twitter rüstet auf

Am Montag kündigte Twitter an, neue Möglichkeiten zur Einbettung seines Dienstes in andere Websites unter dem Stichwort @anywhere entwickelt zu haben. Damit ließe sich der Kurznachrichtendienst über wenige Zeilen Javascript auf beliebigen Partner-Sites verfügbar machen. Man habe bereits Kooperationen mit Branchengrößen wie Amazon, Microsofts Bing, Huffington Post, Yahoo, YouTube und „New York Times“ über die Integration des Dienstes in deren Angebot geschlossen. Einen genauen Startzeitpunkt für den neuen Dienst hat Twitter nicht genannt.

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