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Die Zukunft heisst: Wasserstoff

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Zwischen 2025 und 2035 wird der Einsatz von Fahrzeugen mit Wasserstoffantrieb in der Europäischen Union aller Wahrscheinlichkeit nach rentabel sein. Das geht aus einer von der EU geförderten wissenschaftlichen Untersuchung hervor. 

In der Studie wird ein Fahrplan zur Entwicklung der Wasserstoffwirtschaft beschrieben, dem zufolge es 2030 in der EU 16 Mio. Wasserstofffahrzeuge geben wird und 60 Mrd. Euro in den Aufbau der notwendigen Infrastruktur investiert worden sind. Nehme die Entwicklung den beschriebenen Verlauf, dann könne bis 2050 der Erdölverbrauch im EU-Straßenverkehr um 40% verringert werden, heißt es in der Studie. 

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Forschungsinitiative soll um zwei bis fünf Jahre beschleunigen 

Zu dem Forschungsprogramm sollen bis 2013 laut EU-Kommission 470 Mio. Euro beigesteuert werden, die Privatwirtschaft soll mindestens den gleichen Betrag aufbringen. Durch die Forschungsinitiative sollten neue Wasserstoffprodukte zwei bis fünf Jahre schneller marktreif werden als unter derzeitigen Bedingungen, hatte Forschungskommissar Janez Potocnik bei der Vorstellung des Programms gesagt. 

In ihrer Studie haben die Wissenschaftler die Ausgaben für Wasserstoffgewinnung, den Aufbau eines Versorgungsnetzwerks und den Bau von entsprechenden Fahrzeugen mit den Einsparungen vergleichen, die sich aus der Ablösung herkömmlicher Kraftstoffe und Fahrzeuge ergeben. Ausgangspunkt war eine Analyse der Lage in Deutschland, Frankreich, Finnland, Griechenland, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Polen, Spanien und Großbritannien. Für die Prognose sind unterschiedliche Formen der Wasserstoffgewinnung untersucht worden.

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BMW hat, neben verschiedenen Studien, mit dem 7er bereits ein fahrfähiges Fahrzeug mit Wasserstoffantrieb parat – allerdings lässt die Reichweite noch zu wünschen übrig.

Windenergie zur Wasserstofferzeugung 

Alle untersuchten Länder hätten sich für die Gewinnung von Wasserstoff aus Erdgas, Biomasse und Windenergie entschieden. In Frankreich, Finnland, Spanien, Polen und Großbritannien werde zudem Kernenergie als Option gesehen. Dagegen werde die Nutzung von Kohle in Frankreich und Finnland, wie auch in Norwegen, ausgeschlossen.

Nach Einschätzung der EU-Kommission kann die Energiewirtschaft eine zunehmende Wasserstoffproduktion nutzen, um stärker auf erneuerbare Energiequellen zu setzen. Zum Beispiel Windenergie, die heute häufig nur schwierig im Stromnetz unterzubringen sei, könne im großen Maßstab zur Herstellung von Wasserstoff verwendet werden. Der Einsatz von Wasserstoff ist nach Meinung der Kommission „eine der realistischsten Optionen“, um den Straßenverkehr ökonomisch und ökologisch verträglicher zu machen. 

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