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Der digitale Nachmachschutz

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Der Markt für gefälschte Produkte boomt. Allein im vergangenen Jahr wurden weltweit 700 Mrd. E mit Plagiaten umgesetzt. „Niemand, der sich einen Markenanzug kauft, kann sicher sein, dass er ein Original erwirbt“, sagt Mario Cameron.

 
Cameron hat eine Technik entdeckt, die diese Probleme lösen soll. Die Idee: Jede Originalverpackung muss eindeutig als solche identifizierbar sein. Dafür benötigt Camerons Firma S2i Technologies keine eigens aufgebrachten Merkmale wie Holografien. „Beim Bedrucken von Papier oder Textilien entsteht auf jeder Verpackung ganz zufällig ein Muster. Und dessen Struktur ist so individuell wie ein Fingerabdruck.“

„Aber das Problem ist noch viel größer,“ sagt Cameron, „in Afrika wissen Apotheker, die ein Medikament verkaufen, oft nicht, ob sich darin tatsächlich die angegebenen Wirkstoffe befinden.“

S2i Technologies kann den digitalen „Fingerprints“ bereits beim Druck speichern und später abgleichen. Spezielle Kameras, angebracht in den Druckmaschinen, speichern die Daten. Ein simpler Flachbett-Scanner reicht aus, damit der Textilhändler in München oder der Apotheker in Kinshasa diese Daten abgleichen kann und weiß, ob er ein Originalprodukt vor sich hat.

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„In Zukunft wird dafür ein Fotohandy genügen“, sagt Cameron. Bald soll das Verfahren auch auf Glas und Metall angewendet werden können. S2i Technologies verdient an den Lizenzgebühren für die Technik. Außer denen kommen auf die Verpackungshersteller kaum Kosten zu, sagt Cameron.

Um die 5000 € kostet die Nachrüstung einer Druckmaschine. Die Kosten pro Packung liegen bei rund 1 Cent. Zum Vergleich: Der Aufdruck eines Hologramms kostet derzeit rund 8 Cent. „Dieser eine Cent ist fast kein Geld und kann helfen, Leben zu retten.“

www.s2i-technologies.com

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