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Das beste aus zwei Welten

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Fieberhaft sind die Ingenieure auf der Suche nach dem idealen Antrieb. Er soll so sparsam wie ein Diesel sein – und so sauber wie ein Ottomotor. Mercedes hat die beiden bisher feindlichen Brüder vereint: im »DiesOtto«.


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Die Wortschöpfung klingt italienisch-beschwingt wie »Espresso Latte« oder »Risotto«: »DiesOtto« ist der Name eines vollkommen neuen, revolutionären Motors, mit dem Mercedes in die Zukunft fahren will. Er ist beides in einem: Selbstzünder à la Rudolf Diesel und Viertakttriebwerk mit Zündkerze à la Nikolaus Otto. Beide Motorenkonzepte könnten gegensätzlicher nicht sein. Der Diesel arbeitet mit hohem Kompressionsdruck, bis sich das Gemisch spontan entzündet und verbrennt. Der Benziner benötigt weniger Druck, aber einen extrem heißen Funkenschlag für die Verbrennung. Dass jetzt beide Verfahren in ein und demselben Brennraum vereint sind – das ist schon ein Geniestreich der Ingenieure.

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Ihre Aufgabe lautete: von jedem der beiden Konzepte nur das Beste. Der Selbstzünder steuerte seine Sparsamkeit, das hohe Drehmoment und den kräftigen Anzug beim Beschleunigen aus niedrigen Drehzahlen bei. Der Benziner sein einfach zu reinigendes Abgas, die hohen Drehzahlen, die daraus resultierenden hohen PS-Zahlen und die geringen Herstellungskosten. Und da der DiesOtto mit Benzin laufen sollte, galt es, die technologischen Errungenschaften, denen der Dieselmotor die Erfolgsstory der letzten zehn Jahre verdankt, auf den Benziner zu übertragen. Dessen Renaissance steht außer Frage. Motorenentwickler wie Joachim Schommers von DaimlerChrysler sind sich sicher, dass »die Zukunft des Benziners noch kommen wird«.

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