Neuer Mars-Meteorit entzückt Forscher

Im Vergleich zu anderen enthält der Stein mehr Mineralien, Wasser und Sauerstoff. Ein neu entdeckter Mars-Meteorit liefert einzigartige Einblicke in die geologische Geschichte des Roten Planeten. Der 2,1 Milliarden Jahre alte Stein unterscheide sich von allen anderen bekannten Marsmeteoriten und begründe eine neue Klasse, berichten Forscher um Carl Agee von der Universität von New Mexico im US-amerikanischen Albuquerque im Fachblatt „Science“.

Bislang sind rund 110 Exemplare bekannt, die alle zur sogenannten SNC-Gruppe (Shergotty, Nakhla, Chassigny) gehören. Ihr genauer Herkunftsort auf dem Mars ist jedoch unbekannt. Zudem stimmt ihre chemische Zusammensetzung nicht gut mit den aktuellen Analysen des Marsbodens durch Rover und Sonden auf und bei dem Roten Planeten überein.

Den rund 320 Gramm schweren neuen Meteoriten hatten Forscher 2011 von einem marokkanischen Händler erworben. Die Analyse zeigt, dass er hohe Anteile von Mineralien wie Feldspat und Pyroxen enthält, die vermutlich vulkanischer Herkunft sind. „Die chemische Zusammensetzung dieses ungewöhnlichen Meteoriten legt nahe, dass er aus der Marskruste stammt“, erläutert Koautor Andrew Steele von der Carnegie Institution in Washington in einer Mitteilung. „Es ist bislang die erste Verbindung irgendeines Marsmeteoriten mit der Kruste.“

Der Stein enthält erstaunlich viel Sauerstoff, was auf Reservoirs im damaligen Marsboden schließen lässt, und rund zehn Mal soviel Wasser wie andere Marsmeteoriten. „Das vielleicht Aufregendste an dem hohen Wassergehalt ist, dass er eine Wechselwirkung des Steins mit Oberflächenwasser entweder vulkanischer Herkunft oder von einschlagenden Kometen damals nahelegt“, betont Steele.

via: http://www.welt.de/

Ameisen impfen sich gegenseitig

Zum Schutz vor Pilzen. Impfungen gibt es offenbar auch unter Ameisen: Ganze Kolonien schützen sich vor Pilzbefall, indem sich die Insekten gegenseitig gezielt anstecken. Der Ameisenstaat verhält sich damit wie ein Superorganismus mit eigenem Immunsystem.

Wegameisen: Gesunde Tiere putzen eine Artgenossin mit Pilzbefall (rot markiert)

Wer einen Menschen mit Pilzbefall entdeckt, käme vermutlich kaum auf die Idee, ihn zu putzen und zu lecken. Wegameisen haben da keine Hemmungen, ganz im Gegenteil: Sie suchen offenbar die intensive Nähe zu infizierten Artgenossen, um sich selbst vor einer Ansteckung mit dem potentiell tödlichen Pilz zu schützen.

Dadurch kommen die Tiere ebenfalls mit dem Pilz in Kontakt – aber nur in kleinen, nicht tödlichen Mengen, wie Forscher jetzt im Fachmagazin „PloS Biology“ berichten. Das Immunsystem der Ameisen reagiere darauf wie auf eine Schutzimpfung: Es steigere die Produktion von Abwehrstoffen und verhindere so einen massiveren Pilzbefall.

„Die Mitglieder des Ameisenstaats verhalten sich in vieler Hinsicht wie ein Superorganismus, ähnlich den einzelnen Zellen eines einzigen Körpers“, schreiben Matthias Konrad vom österreichischen Institut für Wissenschaft und Technik in Klosterneuburg und seine Kollegen aus Regensburg und Neuherberg in Deutschland. Auch gegenüber Infektionen durch Bakterien, Pilze oder andere Krankheitserreger zeigen Ameisenkolonien eine kollektive Reaktion: Werden einige Tiere infiziert, steigt die Abwehrkraft der anderen gegen den Erreger deutlich an.

Wie diese soziale Immunisierung bei Wegameisen zustande kommt, haben die Forscher jetzt bei der Infektion mit dem parasitischen Pilz Metarhizium anisopliae erstmals genauer aufgeklärt. Die Sporen dieses Pilzes sitzen zunächst ein bis zwei Tage außen auf den Ameisen. Dann bilden sie einen Ausläufer, der sich durch den Panzer bohrt. Einmal im Körperinneren angelangt, vermehrt sich der Pilz und tötet die Ameise.

Kein Alarmsignal oder Schutzstoff

In mehreren Versuchen haben die Wissenschaftler nach eigenen Angaben nachgewiesen, dass die gesunden Ameisen keine schützenden Abwehrstoffe von den erkrankten Tieren erhalten, wie es bei einigen bakteriellen Infektionen im Ameisenstaat der Fall ist. Die Abwehr der gesunden Koloniemitglieder werde auch nicht durch Duftsignale oder andere chemische Botenstoffe aktiviert.

Stattdessen löst allein der direkte Kontakt der noch gesunden Ameisen mit dem Erreger die Schutzwirkung aus, schreiben Konrad und seine Kollegen. Da der Pilz in geringen Dosen nicht tödlich sei, habe das gegenseitige Putzen nur eine leichte Infektion bei den gesunden Tieren zur Folge. Dieser Erstkontakt mit dem Erreger wappne ihr Immunsystem gegen eine nächste, schwerere Ansteckung mit dem Pilz. Denn dadurch würden bestimmte Immungene aktiviert, die spezifische Abwehrmittel gegen Pilze produzierten.

Nach Ansicht der Wissenschaftler lässt sich die Schutzstrategie der Ameisen mit den ersten Versuchen des Menschen vergleichen, sich durch Impfungen vor den Pocken zu schützen. Damals verabreichten Ärzte ihren Patienten kleine, stark verdünnte Mengen des Pockenvirus und sorgten so für eine aktive Immunisierung.

„Noch ist unklar, ob diese soziale Immunisierung bei den Ameisen absichtlich erfolgt oder aber eher ein unbeabsichtigtes Nebenprodukt ihres sozialen Kontakts ist“, so die Forscher. Es sei aber auffallend, dass die vom Pilz befallenen Ameisen von besonders vielen Artgenossen intensiv geputzt würden. Das deute darauf hin, dass es sich hier sehr wohl um eine aktive Anpassung an die Bedrohung durch parasitische Pilze handele.

via: http://www.spiegel.de/wissenschaft/

Der Mond – ein Zwilling der Erde

Mondentstehung. Der Mond ist der Erde offenbar ähnlicher als gedacht. Dieser überraschende Befund bringt Astronomen in Erklärungsnöte, denn er passt kaum zum gängigen Modell der Mondentstehung.

Der Mond ist ein geochemischer Zwilling der Erde. Das schreibt ein Team um Junjun Zhang von der Universität Chicago im Fachjournal Nature Geoscience nach einer Analyse von Mondgestein.


Ein Mosaik von 53 Bildern, die die Raumsonde Galileo 1992 mit Hilfe spezieller Filter aufgenommen hat, zeigt den unterschiedliche mineralische Zusammensetzung der Oberfläche des Mondes. (© Nasa/JPL)

Die Forscher hatten die Häufigkeit zweier Varianten (Isotope) des Metalls Titan in Mondproben untersucht. Dabei zeigte sich, dass das Verhältnis von Titan-50 zu Titan-47 im Mondgestein um nicht mehr als 0,0004 Prozent von der Verteilung in der Erdkruste abweicht. Das ist überraschend, denn die Isotopenhäufigkeiten schwanken im Sonnensystem sonst bis zu hundertmal so stark.

Das Ergebnis bringt das gängige Modell der Mondentstehung in Bedrängnis, demzufolge unser Trabant durch die Kollision eines marsgroßen Objekts namens Theia mit der jungen Erde entstanden ist. In diesem Fall sollte er allerdings zu mindestens 40 Prozent aus dem Material von Theia bestehen, und seine Isotopenverhältnisse sollten sich deutlich von den irdischen unterscheiden. Denn es gilt als sehr unwahrscheinlich, dass Theia exakt dieselbe chemische Zusammensetzung besaß wie die Erde.

Die Untersuchung ist nicht der erste Hinweis auf die geochemische Ähnlichkeit zwischen Erde und Mond: Auch bei Sauerstoff, Silizium, Chrom und Wolfram gleichen sich die Isotopenverhältnisse, wie Matthias Meier von der schwedischen Universität Lund in einem Begleitartikel in Nature Geoscience betont.

Die Werte der drei letztgenannten Elemente ließen sich jedoch mit der Einschlagtheorie in Einklang bringen, wenn Theia eine ähnliche Zusammensetzung gehabt habe wie der Mars. Das Isotopenverhältnis des Sauerstoffs sei mit der Theorie allerdings nicht zu erklären.

via: http://www.sueddeutsche.de/wissen/

Tarnkappe macht massive Gegenstände unsichtbar

Erstmals haben Forscher mit einer Tarnkappe einen dreidimensionalen Gegenstand unsichtbar gemacht. Mit Hilfe eines sogenannten plasmonischen Metamaterials ließen die Wissenschaftler von der Universität von Texas in Austin ein 18 Zentimeter großes Zylinderrohr verschwinden, wie sie im „New Journal of Physics“ berichten. Allerdings funktioniert das bislang nur im Bereich der Mikrowellen und nicht im sichtbaren Licht.

Bisher sind es nur Mikrowellen, die den getarnten Gegenstand nicht mehr „sehen“ können. Das Verfahren soll aber auch für sichtbares Licht anwendbar sein und den Gegenstand für das menschliche Auge damit verschwinden lassen. Erstmals haben Forscher mit einer Tarnkappe einen dreidimensionalen Gegenstand unsichtbar gemacht. Mit Hilfe eines sogenannten plasmonischen Metamaterials ließen die Wissenschaftler von der Universität von Texas in Austin ein 18 Zentimeter großes Zylinderrohr verschwinden, wie sie im „New Journal of Physics“ berichten. Allerdings funktioniert das bislang nur im Bereich der Mikrowellen und nicht im sichtbaren Licht.

Zahlreiche Labore weltweit arbeiten an verschiedenen Tarnkappen, die Gegenstände unsichtbar machen sollen. Die meisten Ansätze nutzen künstliche Materialien mit negativem Brechungsindex. Diese Metamaterialien sollen das Licht um das Objekt herumlenken. Auf diese Weise haben Forscher bereits zweidimensionale Objekte unsichtbar gemacht. Dass dies auch mit dreidimensionalen gehe, sei bislang nur in der Theorie gezeigt, betont das britische Institute of Physics (IoP) als Herausgeber des Fachjournals.

Die Wissenschaftler aus Texas wählten einen etwas anderen Ansatz: Sie nutzten sogenannte plasmonische Metamaterialien. Das sind künstliche Stoffe, die ebenfalls besondere Eigenschaften bei der Lichtstreuung haben: Sie streuen Licht genau entgegengesetzt zu Alltagsmaterialien. „Wenn sich die Streufelder der Tarnkappe und des Gegenstands überlagern, löschen sie sich gegenseitig aus“, erläuterte Ko-Autor Prof. Andrea Alù in einer IoP-Mitteilung.

Auf diese Weise konnten die Physiker den Zylinder tatsächlich für Mikrowellen mit einer Frequenz von 3,1 Megahertz unsichtbar machen. Das funktionierte sogar aus allen Blickrichtungen, wie die Forscher betonen. „Im Prinzip kann diese Technik auch für sichtbares Licht benutzt werden“, erläuterte Alù. „Allerdings hängt die Größe der Objekte, die sich effektiv verstecken lassen, von der Wellenlänge ab.“

Sichtbares Licht hat eine sehr viel kürzere Wellenlänge als Mikrowellen, so dass sich nur noch millionstel Meter (Mikrometer) kleine Objekte auf diese Weise optisch unsichtbar machen lassen dürften. Auch das könnte jedoch für manche Anwendungen interessant sein, betonte Alù. So prüften die Forscher derzeit, ob eine derart unsichtbare Mikroskopspitze die Abbildungsqualität mancher Mikroskope verbessern könne.

via: http://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/художник на икониИкони на светци

Wieso Londons Taxifahrer mehr graue Zellen haben

Gedächtnisforschung. Navigationssysteme, darüber lachen Londoner Taxifahrer. Sie haben den Stadtplan im Kopf. Durch das jahrelange Lernen von Straßennamen wächst sogar ihr Gedächtniszentrum, zeigen britische Forscher. Aber gleichzeitig verlieren die öffentlichen Chauffeure auch eine Fähigkeit.

„Zum Trafalgar Square, bitte.“ Das ist leicht, denkt sich der Taxifahrer. Doch es hätte auch der Orme Square nördlich des Hyde-Parks sein können – der öffentliche Chauffeur hätte den Weg ebenso ohne Navigationssystem gefunden. Denn den Stadtplan von London hat er im Kopf. Rund 25.000 Straßennamen und 20.000 sehenswerte Orte in der britischen Hauptstadt müssen Taxifahrer für eine Fahrerlizenz in der Metropole auswendig kennen. Drei bis vier Jahre dauert die weltweit einmalige Ausbildung, nach der die Fahrfreudigen jedes Fleckchen im Umkreis von sechs Meilen um die Charing Cross Station im Stadtkern kennen müssen.

Perfekte Umstände für eine Gedächtnisstudie, dachten sich Forscher von University College London. Sie berichten im Fachmagazin „Current Biology“, wie sich durch die Fahrerschulung Gehirnareale verändern, die beim Erinnern wichtig sind.

Insgesamt 39 Fahrer in Ausbildung untersuchte das Team um Eleanor Maguire mit Hirnscans und Gedächtnistests – vor ihrer Ausbildung und nach bestandenen Prüfungen. Weitere 20 Anwärter, die ihre Ausbildung zwischendurch abbrachen sowie 31 Männer, die keine Straßennamen und Orte lernen mussten, dienten als Vergleich. Weder in den Gehirnstrukturen noch im Erinnerungsvermögen zeigten sich zu Beginn der Studie Unterschiede zwischen den drei Gruppen.

Gehirn bleibt flexibel

Nach der Ausbildungszeit wurden die Forscher jedoch fündig: Die Azubis hatten nach drei bis vier Jahren Pauken mehr graue Substanz im Hippocampus – diese Gehirnstruktur formt das Gedächtnis mit. Die Abbrecher und Ungelernten hingegen wiesen keine Veränderungen in diesem Gehirnareal auf. „Wir konnten bei den Azubis genau sehen, wie externe Reize – hier das Lernen von den Straßen und Orten – die Struktur im Hippocampus über Jahre veränderte, sich neue Nervenzellen bildeten. Selbst im Erwachsenenalter bleibt das menschliche Gehirn also flexibel“, fasst Maguire ihre Befunde zusammen.

Während die detaillierte räumliche Vorstellungskraft von großräumigen Stadtplänen das Bild von einem fitten Hirn zeichnet, beklagen die Forscher aber auch Einbußen bei den Taxifahrern. Es fiel den Absolventen im Vergleich zu den anderen beiden Gruppen schwerer, komplexe Figuren nach dreißig Minuten aus dem Kopf wiederzugeben – womöglich eine Folge von einseitigem Hirntraining.

Studienleiterin Maguire sieht ihre Untersuchung dennoch als weiteren Beleg, dafür, dass lebenslanges Lernen möglich ist und Menschen durch Training Gehirnverletzungen regenerieren können.

via: http://www.spiegel.de/wissenschaft/

Weltraumteleskop entdeckt erdähnlichen Planeten

Kepler 22b. Ein Zwilling unseres Planeten, bewohnbar wie die Erde: Das Nasa-Weltraumteleskop Kepler hat nun den Beweis erbracht, dass es ihn gibt. Der Himmelskörper Kepler 22b umkreist in 600 Lichtjahren Entfernung einen sonnenähnlichen Stern – und bietet Bedingungen, unter denen Leben möglich wäre.

Auf der Suche nach Leben auf fernen Planeten hat das Weltraumteleskop Kepler seinen ersten erdähnlichen Himmelskörper außerhalb unseres Sonnensystems bestätigt. Wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Montag mitteilte, umkreist der Planet Kepler 22b in einer Entfernung von 600 Lichtjahren einen sonnenähnlichen Stern. Der Planet bewege sich in einer Zone, in der die Existenz von flüssigem Wasser an der Oberfläche möglich sei.

290 Tage benötigt Kepler für eine Umrundung seines Sterns. Der Planet wurde erstmals im Jahr 2009 erspäht. Der Himmelskörper gilt nun als bestätigt, weil Astronomen ihn dreimal dabei beobachteten, wie er vor seinem Stern entlangzog.

„Meilenstein bei der Suche nach einem Zwilling der Erde“

Das Weltraumteleskop Kepler sucht seit März 2009 mit der größten Kamera, die jemals in den Weltraum gebracht wurde, nach einer zweiten Erde im All. Die nach dem deutschen Astronomen Johannes Kepler benannte Sonde kann mit ihrer 95-Megapixel-Kamera den leichten Dimmer-Effekt erfassen, der entsteht, wenn ein Planet von der Erde aus gesehen vor seinem Stern vorbeizieht. Fast alle Exoplaneten, die seit 1995 entdeckt wurden, sind viel größer als die Erde und bieten keine Bedingungen, unter denen Leben möglich wäre.

Der ferne Planet ist nach Nasa-Angaben der bislang kleinste, der in der bewohnbaren Zone eines sonnenähnlichen Sterns aufgespürt worden ist. Sein Durchmesser ist nur etwa 2,4-mal größer als derjenige der Erde.

Ob es sich allerdings um einen Gesteinsplaneten wie die Erde handelt, oder ob der ferne Planet hauptsächlich flüssig oder gasförmig ist, stehe noch nicht fest, erläuterte die Nasa. Dennoch handele es sich um einen bedeutenden Fund. „Dies ist ein wesentlicher Meilenstein bei der Suche nach einem Zwilling der Erde“, unterstrich Kepler-Forscher Douglas Hudgins. Der Fund soll im Fachblatt „The Astrophysical Journal“ veröffentlicht werden.

„Das Schicksal meinte es gut mit uns“

Planetenjäger haben bereits mehr als 700 Planeten anderer Sterne aufgespürt, sogenannte Exoplaneten. Die meisten von ihnen sind heiße Geschwister des Gasriesen Jupiter, dem größten Planeten unseres Sonnensystems, die ihre Sonnen in geringem Abstand umkreisen. Dennoch hatten auch frühere Beobachtungen bereits potentiell erdähnliche Planeten in oder am Rande der bewohnbaren Zonen ihrer Heimatsterne gefunden.

So hatten Forscher im vergangenen Jahr den Exoplaneten Gliese 581g in der bewohnbaren Zone seiner Sonne geortet, einem roten Zwergstern. Als bewohnbare Zone um einen Stern gilt derjenige Bereich, in dem Wasser flüssig wäre. Flüssiges Wasser ist die Grundvoraussetzung für Leben, wie wir es kennen.

Das Nasa-Weltraumteleskop Kepler, das zur Suche nach erdähnlichen Planeten gestartet worden war, hat bisher mehr als 2300 Kandidaten für Exoplaneten bei anderen Sternen gefunden, davon 48 Kandidaten in bewohnbaren Zonen. Von diesen ist Kepler 22b der erste, dessen Existenz sich mit Folgebeobachtungen bestätigen ließ, hieß es auf der Konferenz im Ames-Forschungszentrum der Nasa in Moffett Field in Kalifornien.

„Das Schicksal meinte es gut mit uns bei der Entdeckung dieses Planeten“, sagte Kepler-Chefwissenschaftler William Borucki.

via: http://www.spiegel.de/wissenschaft/

Tauben merken sich Gesichter

Verblüffendes Experiment: Stadttauben haben offenbar ein gutes Auge für menschliche Gesichter. Dies haben Forscher bei einem Experiment mit frei lebenden Tieren in Paris herausgefunden. Selbst von wechselnder Kleidung ließen sich die Vögel nicht in die Irre führen.

Die Fähigkeiten von Stadtvögeln verblüffen Wissenschaftler immer wieder: Tauben können sich 800 bis 1200 verschiedene Bilder merken , sie beherrschen eine elementare Mengenlehre und sind sogar in der Lage, Gemälde verschiedener Künstler genauso gut auseinander zu halten wie Menschen. Dies hatten japanische Forscher bereits vor zehn Jahren gezeigt. Nach einer Trainingsphase konnten die Vögel Meisterwerke von Van Gogh und Chagall unterscheiden , selbst wenn sie die Bilder zuvor noch nie gesehen hatten.


Stadttaube an Weimarer Brunnen: Gesichtserkennung eingebaut?

Wie gut das visuelle Gedächtnis der Tiere ausgeprägt ist, zeigt nun ein neues Experiment von Forschern der Université Paris Ouest Nanterre La Défense. Dalila Bovet und ihre Kollegen schickten zwei Forscherinnen in verschiedenfarbigen Laborkitteln in einen Park im Zentrum von Paris. Beide gaben den Tauben Futter. Die eine Person ließ die Tiere in Ruhe fressen, während die andere die Vögel immer wieder verjagte.
Das Experiment wurde mehrfach wiederholt. Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass die Tauben auch dann der bösartig reagierenden Person auswichen, wenn diese sie gar nicht verscheuchte. Selbst nach einem Tausch der Laborkittel konnten die Vögel die beiden Personen zuverlässig unterscheiden. Offenbar orientierten sich die Tiere, die nicht trainiert worden waren, allein an den Gesichtern, berichteten Bovet und ihre Kollegen auf der Jahreskonferenz der Society for Experimental Biology in Glasgow.

„Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Tauben die Forscher an ihren Gesichtern erkannt haben“, sagte Bovet. Denn es habe sich um zwei Frauen gleichen Alters, gleicher Statur und gleicher Hautfarbe gehandelt. Es sei bemerkenswert, dass sich die Vögel nicht an dem auffälligsten Merkmal, der Farbe der Kittel orientiert hätten, sondern am Gesicht. Dies zeige, dass die Tiere wüssten, dass die Kleidung kein gutes Unterscheidungsmerkmal von Menschen sei. Womöglich habe sich diese Fähigkeit durch das enge Zusammenleben mit Menschen in Städten entwickelt, spekulieren die Forscher.

via: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur

Flugzeuge lassen es regnen

Wettereffekt. In der Nähe von Flughäfen regnet und schneit es häufiger als anderswo – Ursache sind Flugzeuge, wie eine neue Studie zeigt: Sie reißen Löcher in die Wolken und verändern damit das Wetter. Lawinenartig wachsen Regentropfen heran.

Himmel über Forschungscamp in der Antarktis: Löcher in den Wolken
Washington – Der Flugverkehr verändert das Wetter in der Nähe von Flughäfen. Die Maschinen pflügen Löcher oder Kanäle in die Wolken und lassen es regnen oder schneien, wie Forscher im Wissenschaftsmagazin „Science“ berichten. Das globale Klima werde durch die Vorgänge vermutlich nicht verändert.

Dass Flugzeuge Löcher und Kanäle in Wolken erzeugen können, wird bereits seit den vierziger Jahren beobachtet. Das Phänomen tritt an Wolken auf, die sogenanntes „unterkühltes Wasser“ enthalten. Dieses Wasser bleibt auch bei Temperaturen von bis zu minus 40 Grad Celsius flüssig, wenn in der Wolke Kristallisationskeime fehlen, an denen das Wasser gefrieren kann. Mit Flugzeugen ändert sich die Situation: Solche Kristallisationskeime entstünden durch die Flugzeuge, schreiben die Forscher um Andrew Heymsfield vom US-Atmosphärenforschungszentrum NCAR in Boulder (US-Bundesstaat Colorado).

Das geschieht so: Hinter einem Propeller und über den Tragflächen eines Flugzeuges dehnt sich die Luft aus, und die Temperaturen sinken rapide um bis zu 30 Grad. Durch diesen Temperatursturz können Tropfen des unterkühlten Wassers in den Wolken spontan zu kleinen Eiskörnern gefrieren. Sind erst einige Eiskörner vorhanden, wachsen diese lawinenartig weiter, der Anteil des unterkühlten Wassers schrumpft, Schnee oder Regen fällt zur Erde. Der Prozess ähnelt dem Impfen von Wolken mit Kondensationskeimen, mit denen Wetterflieger Regen erzeugen.

In Computersimulationen zeigten die Forscher, dass auf diese Weise Löcher in den Wolken entstehen, die schnell wachsen. Dies kommt daher, dass bei dem Vorgang Wärme gebildet wird, die zu einem leichten Auftrieb führt. An den Rändern des Loches entstehen ausgleichende Abwinde, die das Loch weiter wachsen lassen.

Heymsfield und seine Mitarbeiter werteten zusätzlich Wolkenbilder aus, die am 29. Januar 2007 in Texas und benachbarten Bundesstaaten von einem Satelliten aufgezeichnet worden waren. Einige Wolkenlöcher erreichten im Verlauf der vierstündigen Beobachtungszeit eine Länge von mehr als 100 Kilometern. Auswertung von Flugverkehrsdaten ergaben, dass ganz unterschiedliche Flugzeugtypen die Wolkenlöcher entstehen lassen können, von großen Passagierjets über Militärmaschinen bis hin zu kleinen Privatflugzeugen. Ob in einer Wolke Löcher oder Kanäle entstehen, hänge von der Flugbahn des Flugzeugs ab, erläutern die Forscher.

Wolken mit unterkühltem Wasser fänden sich im Jahresdurchschnitt fünf bis sechs Prozent der Zeit in einem Umkreis von 100 Kilometern um die großen Flughäfen, berichten die Wissenschaftler weiter. Sie hatten die Wetterbedingung an sieben Flughäfen untersucht, darunter auch Frankfurt, London und Paris. Sie gehen davon aus, dass es in der Nähe der Flughäfen vor allem in mittleren Breiten und in kühleren Monaten häufiger regne oder schneie. Da viele Wetterstationen in den Polarregionen an Flughäfen aufgestellt seien, könnten die dortigen Wettermessungen durch den Flugverkehr verfälscht werden.

via: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/

Schwarzenegger schafft Schulbücher ab

schwarz

Keine gute Nachricht für Verleger: Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger will Schüler in seinem Bundesstaat flächendeckend mit E-Books ausstatten – und dafür auf gedruckte Schulbücher verzichten. Die seien „veraltet, schwer und teuer“, begründet Schwarzenegger.

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Wiki Killer von Google

Die neue Wissensplattform „Knol“ von Google soll sich zum Wikipedia Killer entwickeln.

Das Wertvolle am Wissen ist, dass man es teilen kann. Und es keiner allein besitzt. Im Internet ist diese Einsicht schon lange angekommen. Wikipedia gibt Millionen Wissenseinheiten weiter, die hunderttausende fleißige und freiwillige Mitarbeiter zusammenstellen. Es kostet nichts. Dennoch – oder vielleicht gerade deshalb – funktioniert das System und ist bisher in dieser Form und Größe einzigartig. Ab sofort hat nun auch Google eine Wissensplattform.

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