Druck Dir Deine Welt

3D-Printer – Kleider, Schuhe, Wasserhähne, ja komplette Büros, Autos und Brücken – bald gibt es nicht mehr viel, was 3D-Drucker nicht herstellen können. Ein Blick auf ein neues Zeitalter.

Wer genügend Zeit mitbringt, kann sich im Café DimensionAlley, gelegen im Berliner Trendviertel Prenzlauer Berg, einen besonderen Spaß erlauben: Bevor genussvoll der Espresso geschlürft wird, können sich die Kunden von Café-Besitzerin Norma Barr ihre persönliche Tasse entwerfen. Lange warten auf ihren Kaffee müssen sie aber nicht. In dem Laden steht ein 3D-Drucker, der auf Knopfdruck die individuelle Tasse Schicht für Schicht aufbaut.

Nicht nur am Prenzlauer Berg, überall auf der Welt wächst das Interesse daran, Alltagsgegenstände selbst zu gestalten und herzustellen, statt sie bloß zu kaufen. Immer raffiniertere 3-D-Drucker bieten die Möglichkeit dazu. Sie verarbeiten inzwischen eine Vielfalt an Materialien – von Kunststoffen über Metalle bis zu Holz –, können auch größere Dinge anfertigen und werden zugleich schneller und billiger. Brauchbare Einstiegsmodelle kosten nicht mehr als rund 500 Euro.

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Ein 3D-Drucker zeigt auf der Messe CeBIT in Hannover wie Plastik-Elemente gedruckt hat. Aus der kleinen rötlichen Spitze fließt das Material, das in hauchdünnen Schichten Stück für Stück aufgetragen wird. Dabei bewegt sich der Druckkopf langsam hin und her und gibt nach der Druckvorgabe vom PC das Material frei.

So wird von Berlin über Tokio bis New York gedruckt, was die Kisten hergeben: Brillengestelle, Schmuck, Spielfiguren, Lampen, Stühle oder Teegeschirr, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Selbst einen gestandenen Handarbeiter wie Deutschlands berühmtesten Modedesigner Karl Lagerfeld hat die Faszination der neuen Technologie gepackt: Auf der Modewoche Anfang Juli in Paris stellte er einen Anzug vor, der weitgehend aus dem Drucker stammen soll. Weltpremiere! Ein stolzer Lagerfeld verriet der französischen Nachrichtenagentur AFP: „Die Weste ist aus einem Stück gegossen, da ist kein Stück genäht.“
Deutsche würden 3D-Printer kaufen

Was in der Welt der Haute Couture Gesprächsstoff liefert, gefährdet womöglich schon bald die Existenz Zehntausender Näherinnen in Bangladesch. Nämlich dann, wenn sich eine Erfindung aus San Francisco durchsetzt. Dort haben die Gründer von Electroloom den mechanischen Webstuhl revolutioniert: Sie spritzen Baumwoll- und Polyesterfasern auf eine T-Shirt-Form aus Aluminium. Ein elektrisches Feld zieht die Fasern an. Unter Wärmezufuhr verkleben sie zum nahtlosen Hemd: abziehen, anziehen, fertig.

Wie 3D-Drucker unsere Wirtschaft verändern

Schuhe, T-Shirts und Handys aus dem 3D-Drucker: Verbraucher stellen ihre Wunsch-Produkte künftig einfach vor Ort selbst her. Welche Wirtschaftsprozesse das infrage stellt, wo es Geschäftschancen gibt.

Was aber wird aus Millionen Arbeitsplätzen in den Fabriken, wenn Konsumenten sich ihre Produkte lokal ausdrucken können? Dreht es die Globalisierung zurück, wie Richard D’Aveni, renommierter Wirtschaftsprofessor an der Business School des Dartmouth College in den USA, glaubt. Seine Voraussage: „Viele Produktionen wandern dann zurück vor Ort, egal ob Schuhe, Spielzeug oder Elektronik.“

Auch für die Koryphäen großer Beratungsunternehmen wie Gartner, McKinsey und PwC hat die Technologie das Potenzial, die Welt umzukrempeln. Und sie sehen sie auf dem Weg in den Massenmarkt. Laut der Marktforscher von Wohlers Associates haben sich die Umsätze mit der revolutionären Drucktechnik seit 2009 auf mehr als vier Milliarden Dollar gut vervierfacht; ihre Kollegen von Canalys sagen bis 2018 Wachstumsraten von fast 46 Prozent voraus – jährlich.

Da wollen auch die Deutschen nicht zurückstehen und kurbeln die Nachfrage an. Zwei von drei Bundesbürger liebäugeln einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid zufolge jedenfalls mit dem Kauf eines 3D-Druckers, zehn Prozent sind schon fest entschlossen. Jeweils rund ein Viertel der Befragten kann sich sogar vorstellen, dass die Geräte in Zukunft auch Lebensmittel und Mahlzeiten zubereiten.

Nichts scheint mehr unmöglich zu sein – und täglich neue Meldungen von unglaublichen Entwicklungen bestätigen diesen Eindruck.

Bald wird der US-Badausrüster American Standard besondere Waschtisch-Armaturen und Mischbatterien anbieten, die aus dem Drucker stammen – in extravaganten Designs, die mit herkömmlichen Gießformen nicht zu realisieren sind. Dubai investiert in das erste Büro aus dem Zauberkasten, China präsentierte einen gedruckten Roboter, der älteren Menschen zur Hand gehen soll. Flugzeugbauer wiederum planen komplette Rümpfe zu drucken, Architekten aus den Niederlanden schicke Brücken, die die Kanäle des Landes überspannen sollen.

via: www.wiwo.de/technologie/

„Project Jacquard“: Google und Levi’s wollen Kleidung zu Trackpads machen

Die Versmartung der Welt macht auch vor Jacke und Hose nicht halt: Google präsentierte bei seiner Entwicklerkonferenz ein Projekt, dass Stoff zum Eingabegerät macht. Jeanshersteller Levi Strauss ist Kooperationspartner.

Der Jeanshersteller Levi Strauss will künftig „smarte“ Stoffe verarbeiten, mit denen Bekleidungsstücke in Eingabeinstrumente für Smartphones und andere Mobilgeräte verwandelt werden können. Levi’s ist der erste Kooperationspartner von Google im „Project Jacquard“[1], mit dem intelligente Textilien massentauglich
gemacht werden sollen.

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„Es gibt eine Chance, dass die von uns geliebte Kleidung uns dabei helfen kann, das beste und notwendige dieser digitalen Welt anzusprechen“, sagte Paul Dillinger, Designer bei Levi Strauss, am Freitag auf der Entwicklerkonferenz Google I/O in San Francisco. „Und wenn wir dabei den Augenkontakt mit der Person beibehalten können, mit der wir gerade zu Abend essen, dann hat das einen besonderen Wert.“ Der Projektname spielt auf Joseph-Maria Jacquard[2] an, den Erfinder des lochkartengesteuerten Webstuhls.

Um Jacken und andere Kleidungsstücke als eine Art Trackpad einsetzen zu können, müssen in den Stoffen dünne Metallfäden verwoben werden, die als Sensoren Berührungen der Hand oder einzelner Finger registrieren. Dabei stehen die Forscher vor zahlreichen Herausforderung: Die Elektronik muss miniaturisiert werden, die Fäden sowie die winzigen Kommunikationschips müssen die Integration in die Stoffe schadlos überstehen und die verwobene Technik muss auch noch mit Strom versorgt werden.

Erste Anwendung dieses „smarten“ Stoffs könnte etwa die Steuerung von Mobilgeräten sein. Mit einem berührungssensitiven Jackenärmel könnte ein Smartphone-Anwender beispielsweise einen Anruf auf seinem Kopfhörer annehmen, ohne das Telefon auf der Tasche zu holen. Wie Engadget berichtete[3], zeigte Google unter anderem wie Toucheingaben auf dem Stoff Lampen und einen Mediaplayer steuern konnten. Auch Zweifingergesten soll das Material erkennen können. Die Kommunikation mit den Geräten sei über WLAN gelaufen.

Bis zur Integration in Bekleidung dürfte es allerdings noch dauern. Berichten nach planen beide Partner für das kommende Jahr mit fertigen Produkten. Man darf gespannt sein, wie alltags- und waschmaschinentauglich die technisierte Bekleidung dann sein wird.

via: http://www.heise.de/newsticker/

Neuer Akku-Prototyp lädt in nur einer Minute

Aluminium statt Lithium. Forscher der Stanford University haben einen Akku mit Aluminium-Ionen entwickelt, der sich blitzschnell wieder aufladen lässt. Das Laden des Alu-Akkus dauert den Wissenschaftler zufolge nur etwa eine Minute.

Aluminium statt Lithium: Neuer Akku-Prototyp lädt in nur einer Minute

Außerdem soll der Energiespeicher im Gegensatz zu den verbreiteten Batterien mit Lithium-Ionen sehr leicht, flexibel sowie günstig herstellbar sein und eine längere Lebensdauer haben. Die Forscher sprechen von mehr als 7500 Ladezyklen ohne Kapazitätsverlust. Bei Lithium-Ionen-Akkus ist dagegen oft schon nach 1000 Zyklen das Lebensende erreicht. Zudem sollen Batterien mit Aluminium-Ionen sicherer sein.

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Die neuen Aluminium-Akkus könnten ein schnelles Entladen verhindern.

Lithium-Ionen-Akkus können sehr heiß werden oder sich unter Umständen sogar selbst entzünden. Allein die Spannung der Alu-Batterien ist für viele Anwendungszwecke noch nicht hoch genug. Die Wissenschaftler trotzen ihrem Akku-Prototypen derzeit zwei Volt ab, die aber schon für Tests mit einem Smartphone reichen. Nun arbeiten die Wissenschaftler nach eigenen Angaben daran, die Spannung und die Energiedichte ihres Akkus zu erhöhen.

via: www.rp-online.de/digitales/

Google Armband zur frühzeitigen Krebserkennung

Google arbeitet an Armband zur frühzeitigen Krebserkennung. Krebs ist in Deutschland nach Herz-Kreislauferkrankungen die zweithäufigste Todesursache. Durch eine frühzeitige Diagnose könnten viele Menschen gerettet werden. Google entwickelt nun ein Armband, mit dem eine frühzeitige Krebserkennung möglich sein soll.

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Armband zur Krebserkennung

Nach Herz-Kreislauferkrankungen ist Krebs in Deutschland die zweithäufigste Todesursache. Im vorvergangenen Jahr erlagen ein Viertel aller hierzulande verstorbenen Personen einem Krebsleiden. Je früher die Diagnose Krebs gestellt wird, desto wahrscheinlicher ist der Heilungserfolg. Die Forschung beschäftigt sich beim Kampf gegen Krebs daher besonders damit, Mittel und Wege zu finden, um eine Erkrankung so früh wie möglich feststellen zu können. Auch Google beteiligt sich daran und ist Presseberichten zufolge dabei, ein Armband zur frühzeitigen Krebserkennung zu entwickeln.

Krebs stoppen sobald er auftaucht

Wie das Internetportal „elektroniknet.de“ berichtet, ist es eine Strategie in der Krebsforschung, an der Erkennung schädlicher Krebszellen im Frühstadium zu arbeiten. Das Ziel dieser Strategie sei, die Krankheit zu stoppen, sobald sie auftaucht. Dem Portal zufolge versucht ein Team in Googles Entwicklungsabteilung Google X in Kalifornien genau das und zwar auf eine besonders revolutionäre Art und Weise. So wollen die Wissenschaftler ein Armband entwickeln, das Krebszellen detektiert. Wie es heißt, wurde das Projekt bereits im Oktober 2014 angekündigt.

Pille mit Nanopartikeln

Laut dem Bericht sollen magnetische Nanopartikel in den Blutkreislauf gebracht werden. Das könnte dadurch geschehen, das die Patienten sich die Nanopartikel in Form einer Pille zuführen. Den Angaben zufolge sollen die Nanopartikel-Detektoren nur ein Tausendstel des Durchmessers eines roten Blutkörperchens groß sein und sich dank ihrer speziellen Oberfläche an Moleküle, Proteine und Zellen im Blut heften. Wie „elektroniknet.de“ schreibt, soll dann ein mit einem Magneten ausgestattetes Kontrollgerät – das Wearable-Armband – die Partikel anziehen und die Zusammensetzung des Blutes feststellen. Mit dieser Technik könnte das Armband verschiedene Arten von Krebszellen in einem extrem frühen Stadium aufspüren und den Träger baldmöglichst auf eine eventuelle Krankheit hinweisen.

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Methode in einem frühen Entwicklungsstadium

Auch ein drohender Herzinfarkt könnte mit der Methode möglicherweise erkannt werden, schreibt die englische Zeitung „Independent“. Die Forscher sind inzwischen dabei, ein künstliches Paar Arme aus einer Mischung künstlicher Haut und echter menschlicher Haut zu konstruieren. Die Modell-Arme werden laut dem Internetportal unter anderem dazu benötigt, verschiedene Hauttypen zu untersuchen. So geht man zum Beispiel davon aus, dass das Detektorsystem mit verschiedenen Hautfarben und Hautdicken unterschiedlich gut funktioniert. Die Methode ist noch in einem sehr frühen Stadium der Entwicklung und es wird wohl noch Jahre dauern, bis das Produkt marktreif sein wird.

via: http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/

Firefox zum Anfassen

Die neue Betaversion von Firefox bringt eine für Windows 8 optimierte Oberfläche, die man mit den Finger bedienen kann. Der Browser versteht Touch- und Wischgesten.

Mozilla hat seinen Firefox-Browser für Windows 8 und Touch-Bildschirme optimiert und als Betaversion veröffentlicht. Firefox 28 Beta unterstützt Touch- und Wischgesten, mit denen man beispielsweise Webseiten mit zwei Fingern vergrößern kann („Pinch to Zoom“). Unter Windows RT funktioniert die Beta allerdings nicht.


Die Touch-optimierte Startseite versammelt Favoriten, die Chronik und vielbesuchte Webseiten – hier noch in der Aurora-Version.

Eine aufgeräumte Bedienoberfläche mit großen Kachelflächen erleichtert die Bedienung mit den Fingern. Mozilla selbst beschreibt das Design als „modern and beautiful“. Die Betaversion unterstützt außerdem Firefox-Sync und verfügt über eine Windows-Share-Integration, mit der Nutzer Webinhalte in sozialen Netzwerke teilen können. Die Startseite versammelt vielbesuchte Webseiten, Lesezeichen und die Chronik.

Mozilla empfiehlt, die Betaversion zum Ausprobieren als Standardbrowser festzulegen. Über das Browser-Menü startet man Firefox in der Modern-Oberfläche. Im Kurztest funktionierte der Browser wesentlich besser als die im September letzten Jahres veröffentlichte Firefox-Aurora-Fassung, die für Windows-Tablets optimiert worden war.

Alle Neuerungen der Beta-Version verraten die Release Notes. Firefox Beta 28 steht ab sofort zum Herunterladen bereit >>

via: http://www.heise.de/newsticker/

Photoshop druckt jetzt in 3D

Technik endgültig massentauglich. 3D-Druck ist im Alltag angekommen. Jetzt kann man auch aus der bekanntesten Bildbearbeitungs-Software Photoshop heraus auf Knopfdruck direkt plastische Objekte erstellen.

Während vor wenigen Jahren 3D-Drucker noch reine Theorie waren, revolutionieren sie jetzt die Industrie und sind sogar schon für experimentierfreudige Hobbybastler erschwinglich. Einfache Geräte gibt’s bereits für deutlich weniger als 1000 Euro. Bisher war für solche 3D-Drucker allerdings die fehlende Software zum Erstellen von druckbaren 3D-Objekten oft ein Engpass, der die Möglichkeiten der Geräte stark eingeschränkt hat. Jetzt beherrscht aber auch das mit Abstand populärste Bildbearbeitungsprogramm Adobe Photoshop den 3D-Druck, was der Technik einen weiteren großen Schub verleihen könnte.

Das Update mit der neuen Funktion erhält allerdings vorerst nur das aktuelle Photoshop CC (Creative Cloud), das es nicht mehr als Einzelkauf-Version auf DVD gibt, sondern nur noch im Abo. Die 3D-Print-Fähigkeiten sollen beispielsweise Designern, Architekten oder Schmuckdesignern dabei helfen, ihre dreidimensionalen Kreationen komplett in Photoshop zu entwerfen oder bestehende 3D-Modelle zu bearbeiten und für den hochwertigen Druck vorzubereiten, schreibt Adobe in seiner Pressemitteilung. Die Software soll alle gängigen 3D-Drucker unterstützen.

Zur Not geht’s auch ohne Update

„Die neuen 3D-Print-Fähigkeiten in Photoshop CC vermeiden Ratespiele beim 3D-Druck“, sagt Adobes Produkt-Chef Winston Hendrickson. „Bislang klaffte eine erhebliche Lücke zwischen dem Inhalt, der mithilfe von 3D-Modelling Tools erstellt wurde, und dem, was 3D-Drucker benötigen, um hochwertige Ergebnisse erzielen zu können. Jetzt können Kreativschaffende mit einem einfachen Klick 3D-Designs in die physische Welt transportieren.“

Wer noch eine ältere Photoshop-Version hat und 3D-Drucke ohne ein Update auf Adobes Abo-Modell machen möchte, findet dazu Tutorials im Internet, mit denen versierte Anwender durchaus zurechtkommen sollten. Vor allem die CC-Vorgängerversion Photoshop CS6 bietet schon sehr umfangreiche 3D-Tools.

via: http://www.n-tv.de/technik/

App macht Tesla zum Science-Fiction-Auto

Google Glass – Schon vor einigen Wochen hat Google seine Datenbrille Glass an die ersten Interessenten und Entwickler verkauft. Letztere haben nun erste Apps auf den Weg gebracht, die zeigen, wohin die Reise mit dem Gadget gehen kann.


Der Blick durch die Goggle-Brille könnte bei Anwendung der Tesla-App so aussehen. Quelle: glasstesla.com

Wer heute schon eine Google Glass besitzt und einen Tesla fährt, ist in Sachen extravagante Innovationen auf jeden Fall ganz vorne mit dabei. Doch was bisher nur Technerds besitzen und nutzen, könnte sich binnen weniger Jahre durchsetzen und unser Verhalten im Alltag grundlegend verändern. Wer zweifelt, möge sich klar machen, dass Steve Jobs erst vor sechs Jahren der erstaunten Netzgemeinde erklärte, wie man mit dem Finger auf Apples iPhone scrollt. Heute glauben Kleinkinder, dass sich so jedes Elektrogerät anschalten lässt.

Vor allem die Verknüpfung des Internets mit der Automobilbranche hält etliche Funktionen bereit, die sich heute noch stark nach Science Fiction anfühlen – und doch zum Greifen nah sind. So bedienen wir heute schon Navigationsgeräte per Spracherkennung und große Forschungsinstitute arbeiten an Autos, die ohne Fahren durch den Stadtverkehr sausen.
Aktuellstes Beispiel ist die neue App „GlassTesla“ für einen Tesla Model S. Die Anwendung macht es heute schon möglich mit einem Touch an den Brillenrand oder per Sprachsteuerung das Auto zu bedienen. So erfahren die User zum Beispiel, wie lange das Elektroauto noch laden muss.

Auch der Ladeprozess lässt sich über die Brille starten oder auch stoppen. Und die Türen, der Kofferraum oder das Sonnendach lassen sich ganz einfach öffnen. Gleiches gilt für die Bedienung der Klimaanlage.

Wer vergessen hat, wo er sein Fahrzeug abgestellt hat, kann sich ganz einfach über die Karten-Anwendung zu seinem Auto zurückführen lassen. Und auch beim Fahren selbst kann die Brille zum Einsatz kommen. Über die App lassen sich die Hupe, die Lichter und auch die Temperatur kontrollieren.

Entwickler der App ist der Pepperdeck -Gründer Sahas Katta. Künftig will er über die Brille auch die Steuerung und das eigentliche Fahren des Autos steuern. Doch noch sei die Technik in den Computerbrillen zu langsam, um mit der Menge an Daten in Echtzeit sicher umgehen zu können. Entsprechend ist die App bisher auch nur ein Prototyp.

Nach eigenen Angaben gegenüber Digital Trends soll Katta die App ohne einen Auftrag von Tesla entwickelt haben. Schlicht die Tatsache, dass er über das Elektroauto und die Brille verfügt, sei Ansporn genug gewesen, eine Anwendung zu programmieren. Es ist die erste dieser Art für Tesla.

via: www.wiwo.de/technologie/

Schülerin erfindet Super-Akku für Smartphones

50.000 Dollar Preisgeld. Hat das ständige Aufladen von Smartphones bald ein Ende? Eine 18-jährige Schülerin aus den USA hat jetzt einen Akku erfunden, der binnen weniger Sekunden wieder voll ist.


Die 18-jährige Eesha Khare (links) bekam für ihre Erfindung des Super-Akkus ein Preisgeld von 50.000 Dollar. Quelle: Intel

Das Smartphone ist heute Fernseher, Taschenkalender und Tür zu sozialen Netzwerken gleichzeitig. Immer neue Apps, Funktionen und umfangreiche Updates saugen den Akku aber auch immer schneller leer. So ist es für viele Menschen normal, abends vorm Schlafen gehen das Smartphone ans Ladekabel zu hängen. Denn nichts ist ärgerlicher, als unterwegs plötzlich mit leerem Akku dazustehen. Diese Angst könnte jedoch bald Vergangenheit sein. Denn eine 18-jährige Schülerin aus Kalifornien hat jetzt ein Blitz-Ladegerät erfunden, mit dem Akku-Batterien binnen Sekunden aufgeladen sind.

Für ihren „Superkondensator“ hat Eesha Khare von der kalifornischen Lynbrook High School bei einem Wettbewerb 50.000 Dollar gewonnen. Sie ist einer der Gewinner des Intel Foundation Young Scientist Awards. Ihr Akku passt nicht nur in jedes Smartphone, er kann sich auch innerhalb von 20 bis 30 Sekunden wieder komplett aufladen. Derzeit dauert es bei vielen mobilen Geräten viele Minuten bis zu einigen Stunden, bis die 100 Prozent erreicht sind. Und noch ein Vorteil: Der Super-Akku soll rund 10.000 Ladevorgänge überstehen. Das wäre das Zehnfache normaler aufladbarer Batterien.

Die Erfindung könnte nicht nur den Markt für mobile Geräte revolutionieren, sondern auch die Automobilbranche. Ließe sich die Technik auf Autobatterien übertragen, wären auch die Akkus von Elektroautos in wenigen Minuten wieder gefüllt und der größte Nachteil der strombetriebenen Fahrzeuge gelöst: die geringe Reichweite.

Google hat US-Medien zufolge schon Interesse angekündigt, auch Intel dürfte nicht abgeneigt sein. Khare will ihr Preisgeld erst mal für eine Ausbildung an der Harvard-Universität zurücklegen. Sorgen um einen Job, braucht sich die Schülerin wohl keine mehr zu machen.

via: www.wiwo.de/technologie/digitale-welt/

Mit dem Schaukelstuhl das Smartphone laden

Der Schaukelstuhl gilt heute wohl eher als antiquierte Sitzmöglichkeit. Dabei beruhigt er mit dem sanften Wippen. Und Strom erzeugen kann er auch noch.

Zumindest im Otarky Rocking Chair. Der ukrainische Designer Igor Gitelstain hat diesen Schaukelstuhl als Abschlussarbeit gebaut, am Shenkar College of Engineering and Design in Israel. In den Kufen sitzt ein Lineargenerator, der die Wippbewegung in Strom wandelt.

Der Stuhl produziert zwar grüne Energie, einen Öko-Look wollte Gitelstain aber vermeiden: „Beim Design des Stuhls habe ich bewusst versucht, seine Funktionalität zu verstecken. Ich denke, dass wir die Phase überwunden haben, in der grünes Design auch als solches erkennbar sein muss“, sagte Gitelstain dem Technologie-Portal The next Web. „Das Design des Schaukelstuhls sollte auf keinen Fall an ein Gadget erinnern.“ Für den Stuhl hat Gitelstain hochwertiges Holz und Metall verwendet, unterstützt hat ihn der Designer Pini Leibovich.


Copyright: igorgitelstain.me

Das Konzept in den Kufen des Schaukelstuhls ist ein altbekanntes: ein sogenannter Lineargenerator. An den Innenseiten der Kufen sitzt eine Kupferspule. Darin schwingt mit jeder Wippbewegung ein starker Magnet in einem Kugellager. Mit Hilfe des Magneten lässt sich die Bewegungsenergie in der Kupferspule in Spannung umwandeln und schließlich für die Leselampe nutzen, die am Kopfteil des Schaukelstuhls angebracht ist. Etwa 12-15 Watt pro Stunde könne man wippend generieren, sagt Gitelstain. Nicht die Welt, aber dank Kabelanschluss an den Kufen ließen sich mit dem Schaukelstuhl auch bequem kleinere elektronische Geräte aufladen, sagt er.

Auch wenn der Jungdesigner mit seinem Schaukelstuhl auf die Problematik von knapper Energie aufmerksam machen wollte, von potenziellen Käufern wünscht er sich eigentlich nur eines: “Ich möchte, dass die Leute den Stuhl wegen seines Aussehens kaufen, nicht weil er Strom erzeugen kann“, sagt er. Bislang ist der Stuhl nur ein Konzept und nicht im Handel erhältlich. Gitelstain plant für die Zukunft aber eine Produktionsreihe.

via: http://green.wiwo.de/

YouTube zeigt künftig professionell produzierte Sendungen

Das Fernsehen der Zukunft? Google füttert seine Video-Plattform YouTube künftig mit professionell produzierten Sendungen. Das kündigte YouTube in seinem Blog an. Der Schwerpunkt der bereits vorgestellten Kanäle liegt auf Musik, Unterhaltung und Sport.

Laut der Nachrichtenagentur dpa wurde sogar Madonna für einen Tanz-Kanal gewonnen und der frühere NBA-Star Shaquille O’Neal soll ein Comedy-Programm präsentieren. Die neuen YouTube-Kanäle sollen schrittweise ab November eingeführt werden. Angeblich wird es künftig über 100 Kanäle geben, die auf der ganzen Welt verfügbar sein sollen.

Auf die Kanäle kann der Nutzer den Angaben zufolge auch über die Google-TV-Plattform zugreifen, die mit einem Software-Update aufgemotzt werden soll. TV-Sender wollen allerdings nicht mit Google zusammenarbeiten. Sie fühlen sich bedroht und schließen Google TV vom Zugang zu ihren Internet-Angeboten aus.