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Buzz Attack – Google greift an

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Googles Attacke auf soziale Netzwerke. Mit dem neuen Dienst Buzz will Google ein soziales Netzwerk etablieren – und bedient sich bei Facebook und Twitter. Doch die Reaktionen sind verhalten.

Lange hat Google den großen Internettrend der letzten Zeit verschlafen: Online-Communites boomen – mit der Möglichkeit für User, Echtzeitmitteilungen zu verschicken und sich zu vernetzen. Facebook hat 400 Millionen Mitglieder weltweit, bei Twitter sind es geschätzte 25 Millionen. Auch weitergehende Angebote sind schon längst da – Foursquare beispielsweise, eine Art Twitter mit Schwerpunkt auf dem Ort, an dem sich ein User befindet. Zwar betreibt Google mit Orkut bereits ebenfalls ein Online-Netzwerk, allerdings mit mäßigem Erfolg.

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Mit Buzz startet Google ein neues soziales Netzwerk

Nun startet Google einen neuen Versuch, auf den Community-Zug aufzuspringen – mit Buzz. Der in Google Mail integrierte Dienst ermöglicht, Statusmitteilungen zu schreiben, die von Freunden in Echtzeit zu sehen und über Mobiltelefone mit GPS-Modul den eigenen Standort zu zeigen. Auch Twitter-Feeds, Fotos von Picasa oder Flickr und YouTube-Videos können über Buzz veröffentlicht werden. Google sparte bei der Vorstellung am Dienstagabend nicht mit Eigenlob: „Es ist eine komplette neue Welt innerhalb von Google Mail“, sagte Produktmanager Todd Jackson. Im offiziellen Firmenblog schreibt er von „einem neuen Weg zur Kommunikation über interessante Dinge.“

Weniges Neues bei Buzz

Doch die Reaktionen auf den Service sind eher zurückhaltend. Anders als bei Googles Projekt Wave, laut Eigenwerbung ebenfalls „eine neue Kommunikation im Web“, äußern sich Experten zu Buzz wenig euphorisch. Buzz ist, so meinen die meisten, wenig neu. Tatsächlich erinnert die Idee in mehreren Punkten an den Dienst Friendfeed, den Facebook im August 2009 übernahm.

Die „New York Times“ sieht Buzz als direkte Attacke von Google auf Facebook. Auffällig ist, dass Buzz zwar Inhalte fremder Dienste wie Twitter und Flickr anzeigt, Facebook aber ausspart. Das macht Buzz nach Ansicht des Technikblogs „Mashable“ uninteressant für die User des weltweit größten sozialen Netzwerks: Es werde „schwierig“ für Google, Nutzer anzuziehen, wenn Facebook-Mitglieder „besorgt sind, weil sie dort nicht die Statusmeldungen ihrer Freunde sehen können.“ Ein weiteres Manko für viele Experten: Buzz zeigt zwar Twitter-Tweets an, es ist aber nicht möglich, von der Google-Plattform aus zu twittern.

via: Focus Online

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