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Aktion sauberer Kofferraum: Bagpax

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Eine Spinne bringt Marvin Andrä auf seine Geschäftsidee. Mitten im Berufsverkehr sitzt das Tier plötzlich in seinem Sichtfeld auf der Windschutzscheibe. Andrä selbst hat den blinden Passagier an Bord gebracht, wenn auch unfreiwillig: Das Tier ist unter Gartenabfällen herausgekrabbelt, die er zu einer Deponie bringen will.


„Ich war in der Stadt unterwegs und konnte problemlos anhalten, aber auf der Autobahn wäre das richtig gefährlich geworden“, sagt Andrä. Die Folie, mit der der damals 21-jährige Student den Kofferraum eigens ausgelegt hatte, konnte die Spinne nicht aufhalten. Und auch nicht den Dreck, der sich im Kofferraum und am Wagenhimmel ausgebreitet hat – für den gebürtigen Schwaben Andrä fast noch schlimmer.

Von da ab werden Andräs Vorlesungsbesuche seltener, stattdessen entwirft er einen Rundumschutz für den Kofferraum. „Ein Dreivierteljahr lang habe ich mich nur mit Schutzrechten herumgeschlagen. Dann ging die Entwicklung los“, erzählt er.

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Das Ergebnis: der Bagpax. Ein Schutzbehälter aus reißfestem Polypropylen. Klett- oder Reißverschlüsse sorgen dafür, dass darin jeder Autofahrer sauber transportieren kann, was sonst den Kofferraum beschädigt oder verdreckt: von Gartenabfällen über Bauschutt bis hin zu farb- oder ölverschmierter Kleidung. Um die 50 € kostet ein Bagpax.

Drei Jahre sind seit dem Spinnenerlebnis vergangen, inzwischen hat Andrä 5000 Bagpax in drei Varianten für Kompaktwagen, Limousinen und Kombis über Baumärkte verkauft, Verhandlungen mit einem Teleshopping-Kanal laufen.
„In diese Idee würde ich auch mein eigenes Geld investieren“, sagt Peter Ingenlath von der enable2start-Jury. Die war von Andrä auch wegen Sätzen wie diesem begeistert: „Ich überlege, eine Spezialvariante für Jäger zu produzieren. Die sind nicht preissensibel.“

www.bagpax.com

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