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Abfall in Rohstoffe verwandeln

Neues Verfahren soll Abfall mittels Enzymen in Rohstoffe verwandeln. Der thailändische Technik Pioneer Paijit Sangchai will mittels eines Enzyms in der Lage sein, auch schwer recycelbare Abfälle zu recyceln, um aus ihnen begehrte Rohstoffe zu gewinnen. In seinem thailändischen Unternehmen Flexoresearch hat er mehrere Enzyme entwickelt die in der Lage sind auch aus Mischverpackungen wie Aufklebern, Milchtüten oder anderen Hartverpackungen, die aus Materialkombinationen bestehen, Rohstoffe wie beispielsweise Zellstofffasern oder Kunststoffe zu gewinnen. Dabei greift das erste Enzym zunächst die wasserdichten, chemisch beschichteten Oberflächen an. Weitere Enzyme lösen dann die Klebstoffe aus dem Papier, dadurch kann anschließend der zurückbleibende Zellstoff recycelt werden.

Ein weiterer Rohstoff, der zurückbleibt, sind die gelösten Kunststoffe, die im Anschluss ebenfalls erneut als Material für die Produktion neuer Produkte zur Verfügung stehen. Der recycelte Zellstoff kann zur Papierherstellung genutzt werden oder als Baumaterial eingesetzt werden. Das hier angewandte Verfahren soll das erste dieser Art sein. Ähnlich wie die von uns bereits vorgestellte Methangasanlage, die in China betrieben wird, ist auch dieses Verfahren ein Schritt in Richtung Umweltschutz.

Bereits jetzt wurde eine erste Auszeichnung erreicht

Erst vor Kurzem wurde das Unternehmen Flexoresearch als eines von 31 als Technology Pioneers vom World Economic Forum ausgezeichnet. Das Time Magazin bezeichnete das Unternehmen Flexoresearch sogar als eines der 10 Start-ups, die das Leben verändern werden. Laut Paijit Sangchai wird gerade in Ländern wie Thailand in der Regel das Hartpapier einfach achtlos weggeworfen. Viele Menschen in Thailand verbrennen diesen Abfall illegal und verursachen dadurch umweltschädliche Gase. Doch auch die USA entsorgen diese Verpackungen zwar durch sichere Verbrennungsmethoden, allerdings seien sie auch nicht in der Lage diese zu recyceln. Er denkt dadurch, dass in jedem Land kaschierte Papiere und Pappen als Verpackungen genutzt werden, an einen globalen Markt für sein Verfahren. Eine besondere Idee zum Umweltschutz durch umweltfreundliche Verpackungen zeigt uns das Unternehmen Dell auf, die ihre PCs in Bambus verpacken.

Das interesse an diesem Verfahren ist groß

Wie groß das Interesse an diesem Verfahren ist, zeigt auch die Aussage von Paijit Sangchai, das seit dem Gewinn des Technology Pioneer Awards, bereits unzählige Investoren angeboten haben, in dem Unternehmen Flexoresearch einzusteigen. An diesen Angeboten sei er jedoch nicht interessiert. Er habe jetzt ein Unternehmen, in dem er 17 Mitarbeiter beschäftige, aufgebaut dessen Interesse daran liege, weltweit den Menschen zu helfen die Umwelt zu schonen. Gerade im Bereich Umweltschutz bieten immer neue Entwicklungen die Möglichkeit aktiv daran teilzunehmen. So könnten die Pflastersteine die für bessere Luft sorgen ihren Teil dazu beitragen. Wir alle können durch Ideen wie dem Greenarator oder aktuell im Winter, durch Tipps zum Energiesparen beim Heizen unseren Teil dazu beitragen.

Quelle: physorg

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